Re-Enchanting the World.
Curatorial Approaches to Magical Realism
- Julia Aldrian
Abstract (EN)
This thesis investigates Magical Realism beyond its genre characteristics as an epistemological mode. It examines how the conceptual and aesthetic principles of this literary and artistic genre can be translated into contemporary exhibition practice. Tracing its historical foundations alongside its recent resurgence in artistic and popular culture, the study explores how curating can cultivate conditions and encounters that challenge and expand established notions of reality. Through the analysis of selected exhibitions, the research considers how spatial design, narrative construction, and interpretative frameworks can embody magical realist logics. The study situates these practices within broader debates on contemporary curatorial strategies and on Magical Realism as a potential form of resistance, and argues that this approach can open curatorial spaces for alternative horizons of experience and knowledge production. Methodologically, the project combines exhibition analysis with discourse analysis of relevant literature and interviews with cultural practitioners working at this intersection.
Abstract (DE)
Diese Arbeit untersucht Magischen Realismus über seine formale Charakteristika hinaus als epistemologische Methode und beleuchtet, wie die konzeptuellen und ästhetischen Prinzipien dieses literarischen und künstlerischen Genres in zeitgenössische Ausstellungspraxis übertragen werden können. Ausgehend von seinen historischen Grundlagen sowie seiner jüngeren Wiederbelebung in Kunst- und Populärkultur wird untersucht, wie kuratorische Strategien Bedingungen und Begegnungen schaffen können, die etablierte Vorstellungen von Realität hinterfragen und erweitern. Anhand der Analyse ausgewählter Ausstellungen wird untersucht, inwiefern räumliche Gestaltung, narrative Strukturierung und interpretative Rahmungen magisch-realistische Logiken verkörpern können. Die Arbeit verortet diese Praktiken innerhalb aktueller Debatten zu zeitgenössischen kuratorischen Strategien sowie zum Magischen Realismus als potenzieller Form des Widerstands und argumentiert, dass dieser Ansatz kuratorische Räume für alternative Erfahrungs- und Wissenshorizonte eröffnen kann. Methodisch verbindet das Projekt Ausstellungsanalysen mit einer Diskursanalyse einschlägiger Fachliteratur sowie Interviews mit Kulturschaffenden, die an dieser Schnittstelle tätig sind.
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