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Material in der Ausstellungsgestaltung

Wie verhalten sich Stein, Textil, Metall, Glas, Papier, Holz und Kunststoff?

  • Brigitte Rohrmoser

Abstract (DE)

Diese Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Material, Display und Exponat in Ausstellungen anhand von sieben Materialgruppen: Stein, Textil, Metall, Glas, Papier, Holz und Kunststoff. Ausgehend von einer materialkundlichen Grundlage, die physikalische, chemische und ökologische Eigenschaften der einzelnen Gruppen erfasst, werden fünf kulturtheoretische Haltungen entwickelt, die das Verhältnis von Ausgestelltem, Display und Betrachtenden strukturieren: Parergon (nach Derrida), Prothese (nach Grigely), Agency (nach Latour und der Actor-Network-Theory), Affordance (nach Gibson) und Apparat (nach Barad). Diese Haltungen dienen als analytisches Raster für die Interpretation von 38 fotografisch dokumentierten Displays aus 23 Ausstellungen. Die Analyse zeigt, dass Materialeigenschaften nicht neutral sind, sondern kulturgeschichtliche Prägungen, Machtstrukturen und sinnliche Wirkungen in den Ausstellungsraum einschreiben. Ökologische Verantwortung und die Frage, wessen Wissen und Identität durch Ausstellungsmaterial repräsentiert wird, erweisen sich dabei als untrennbar mit gestalterischen Entscheidungen verbunden. Die Arbeit plädiert für einen reflektierten Umgang mit Material in der kuratorischen Praxis.

Abstract (EN)

This thesis examines the relationship between material, display, and exhibit in exhibition contexts, focusing on seven material groups: stone, textile, metal, glass, paper, wood, and plastic. Building on a material science foundation that covers the physical, chemical, and ecological properties of each group, five cultural-theoretical positions are developed to structure the relationship between exhibited objects, displays, and viewers: the parergon (following Derrida), the prosthesis (following Grigely), agency (following Latour, and Actor-Network Theory), affordance (following Gibson), and apparatus (following Barad). These positions serve as an analytical framework for interpreting 38 photographically documented displays from 23 exhibitions visited between 2024 and 2026 in Vienna, Barcelona, Paris, and other locations. The analysis demonstrates that material properties are not neutral but inscribe cultural-historical meanings, power structures, and sensory effects into the exhibition space. Ecological responsibility, and the question of whose knowledge and identity is represented through exhibition materials all emerge as inseparable from design decisions. The thesis argues for a reflective engagement with materiality in curatorial practice.

Betreuer*in
Schlagwörter

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  • Charly Morr
Der Einsatz von interaktiven Neuen Medien im Museum - Chance für die Vermittlung oder Infotainment?