holding the trouble
Eine Tragetasche kuratorischer Leitmotive
- Anna-Lena Panter
Abstract (EN)
Wie können wir über etwas sprechen, von dem wir noch nicht wissen, was es ist? Wie lässt sich die Unruhe aufgrund des eigenen nicht-Wissens über die kuratorischen Geste des Zeigens hinaus vermitteln? Und welche Rolle spielt das Kuratorische bei der Verhandlung von gesellschaftlichem Dissens? Ausgehend von einem Verständnis von Ausstellungsmachen und Programmarbeit als Medium der Forschung, schlägt der vorliegende Text das Kuratorische als Strategie der Annäherung an und Navigation von unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsformen und als kritische Methodik im Umgang mit Dissens vor. holding the trouble versucht die Entwicklung von anfänglichen Intuitionen hin zu kuratorischen Leitmotiven nachvollziehbar zu machen. Das Kuratorische wird so in seinen verschiedenen Wirkweisen und Handlungsmotivationen anhand von drei Ausstellungsprojekten beispielhaft beleuchtet: der Bergen Assembly 2022, der Kyiv Biennale ‘23 / Perenniale ‘24 und den Protozonen 2020-2025. Im Vordergrund dieser Betrachtungen stehen ihre jeweiligen kuratorischen Konzepte und wie sich diese in Strategien der Praxis übersetzen. Dieser Text stellt eine Notizsammlung dar, die nicht abgeschlossen, sondern vielmehr als Ausgangs- und Startpunkt für die fortlaufende Arbeit an der eigenen schwankenden kuratorischen Praxis zu lesen ist.
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