trouble.rupture.glitch
speculative curatorial movements, emerging from discomfort
- Djamila C. A. Grandits
Abstract (EN)
Departing from discomfort as epistemology, a mode of knowing emerging from historically othered and marginalized positionalities and in dissidence from normative scripts of institutional and curatorial practice, this thesis oscillates around trouble, rupture, and glitch. Moving through four essays at the intersections of curatorial studies, Black studies, queer theory, crip theory, postcolonial thought, and media studies, it thinks through moving image programming and independent and institutional curatorial practice. Four interpellations interrupt the essays and open spaces for gestures and artistic practices intervening in the flow. trouble, rupture, and glitch operate as generative and transformative movements, enabling curatorial and political strategies and fabulations toward an otherwise. The thesis assembles motions that listen into the void, rupture linearities, glitch the dominant, and enact shifts beyond repair, stretching and reconfiguring spaces and relationalities.
Abstract (DE)
Ausgehend von Unbehagen als Epistemologie, als Wissensform aus historisch marginalisierten und verAnderten Positionierungen, die normative Skripte institutioneller und kuratorischer Praxis unterläuft, untersucht diese Arbeit trouble, rupture und glitch als spekulative kuratorische Bewegungen. Sie fragt, wie diese als situierte, verkörperte Unterbrechungen politische und kuratorische Strategien sowie Entwürfe eines otherwise ermöglichen. In vier Essays an den Schnittstellen von Curatorial Studies, Black Studies, Queer Theory, Crip Theory, postkolonialer Theorie und Medienwissenschaften denkt die Arbeit kuratorische Praxis und Programmierung in unabhängigen wie institutionellen Kontexten. Vier Interpellationen unterbrechen den Text und eröffnen Räume für künstlerische Praxen und kuratorische Gesten, die Theorie und Praxis verschränken. Zentral ist ein Briefwechsel mit Zuzka Ernst als Praxis relationaler Wissensproduktion. Die Arbeit bewegt sich von Unbehagen über trouble hin zu rupture und glitch als Räume generativer Verweigerung und Transformation. trouble, rupture und glitch fungieren als generative und transformative Gesten, die kuratorische und politische Strategien sowie Fabulationen eines Noch-nicht-Da ermöglichen. Bewegungen, die in Zwischenräumen operieren, Linearitäten aufbrechen, dominante Skripte glitchen und Verschiebungen und Transformationen als Rekonfiguration von Räumen, Zeitlichkeiten und Relationalitäten jenseits von Restitution und Reparatur denken.
- Online lesen
- Volltext