Glasshouse as an Exhibition Space between Coloniality and Resistance
A Violent History and a Home for Diaspora Art
- Aftab Maher
Abstract (EN)
In dieser Arbeit werden die Geschichte des Glashauses als Ausstellungsraum, wobeisie einen ersten Schwerpunkt auf seine kolonialen Ursprünge legt, von Plünderungen und Beutegut bis zur Klassifizierung und Kuratierung von Pflanzen auf der Grundlage ihrer Herkunft. In einem zweiten Schritt hebt sie die Parallele zwischen der Anpassung von Pflanzen in Glashäusern und der Widerstandsfähigkeit zeitgenössischer diasporischer Künstler*innen beim Umgang mit neuen kulturellen Landschaften hervor. In der Auseinandersetzung mit Arbeiten von Künstler*innen wie Mona Hatoum, Farah Al Qasimi und Vanessa A. Opoku wird deutlich, wie diese ihre Praktiken nutzen, um Widerstand zu leisten und ihre Identität im Kontext von Flucht und kolonialem Erbe neu zu definieren. Anhand von Fallstudien untersucht die Arbeit die Darstellung von Flucht, Komplexen Identitäten und Resilienz sowohl in der kuratorischen Arbeit mit Glashäusern als auch in der Diasporakunst. Es wird argumentiert, dass Glashäuser als Heterotopien fungieren, die die Gleichzeitigkeit von kolonialer Macht und Widerstand verkörpern und daher als Erinnerung an die imperiale Ausbeutung und als Plattformen für künstlerische Praxis und Resilienz dienen können.
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